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Kennzeichnung KI-generierter Inhalte – das musst du wissen (+ Icon zum Download)

Ab dem 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung (AI Act) und damit wird die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte zur Pflicht. Wer als Coach mit KI-Avataren, KI-Stimmen oder KI-generierten Bildern arbeitet, sollte wissen, was das konkret bedeutet.

Was ist der Code of Practice überhaupt?

Der Code of Practice ist ein von unabhängigen Experten erarbeitetes, freiwilliges Regelwerk. Er soll Anbietern und Nutzern generativer KI-Systeme helfen, die Vorgaben aus Artikel 50 Absatz 2, 4 und 5 des AI Act nachweisbar einzuhalten, damit Unternehmen nicht selbst rätseln müssen, was genau als ausreichende Kennzeichnung gilt.

Zwei Rollen werden dabei unterschieden:

  • Provider: Anbieter von KI-Systemen, die ihre Outputs technisch maschinenlesbar markieren müssen.
  • Deployer: Alle, die generative KI-Systeme einsetzen.

Was musst du überhaupt kennzeichnen?

Das ist der Teil, an dem die meiste Unsicherheit entsteht: Denn nicht jeder mit Hilfe von KI erstellte Inhalt muss gekennzeichnet werden.

Die Offenlegungspflicht nach Artikel 50 Absatz 4 betrifft konkret zwei Kategorien:

  • Deepfakes: KI-generierte oder manipulierte Bilder, Audio- oder Videoinhalte, die echten Personen, Orten, Objekten oder Ereignissen täuschend ähnlich sehen und den Eindruck erwecken könnten, echt zu sein.
  • KI-generierte oder manipulierte Texte zu Themen von öffentlichem Interesse, sofern sie keine menschliche redaktionelle Prüfung durchlaufen haben und niemand die redaktionelle Verantwortung dafür übernimmt.

Für den Alltag als Coach heißt das: Ein mit KI unterstützt geschriebener Blogartikel, den du selbst gegengelesen hast und auch verantwortest, fällt nicht darunter. Ein KI-Avatar in einem Video, ein Gesichtstausch in einem Bild oder eine komplett KI-generierte Stimme dagegen schon.

Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht

Drei Fälle, in denen die Pflicht eingeschränkt ist oder entfällt:

  • Künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Werke: Hier reicht eine Kennzeichnung, die den Genuss des Werks nicht stört.
  • Gesetzlich erlaubte Nutzung: Etwa zur Aufdeckung, Verhütung oder Verfolgung von Straftaten.
  • Menschliche redaktionelle Kontrolle bei Texten: Wenn eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung für einen Text übernimmt, entfällt die Pflicht.

Wie muss die Kennzeichnung platziert werden?

Ein paar zentrale Vorgaben aus dem Code of Practice, zusammengefasst:

  • Die Kennzeichnung muss spätestens beim ersten Kontakt einer Person mit dem Inhalt klar erkennbar sein.
  • Sie darf nicht durch andere Elemente überlagert werden.
  • Sie sollte direkt in den Inhalt eingebettet sein (außer bei kreativen Werken), damit die Kennzeichnung auch beim Download oder Teilen sichtbar bleibt.
  • Empfohlen: gut sichtbare Größe, einfache Sprache ohne Fachjargon.
  • Bei zeitlich begrenzter Anzeige muss das Icon lange genug sichtbar sein, um gesehen und verstanden zu werden.

Kurz-Check für deinen Coaching-Alltag

  • Arbeitest du mit einem KI-Avatar oder einer KI-Stimme in Videos? Kennzeichnen.
  • Postest du Vorher-Nachher-Bilder mit KI-Gesichtstausch oder KI-Montage? Kennzeichnen.
  • Schreibst du Beiträge mit KI-Unterstützung, liest sie aber selbst gegen und verantwortest den Inhalt? Keine Kennzeichnungspflicht. Transparenz schadet allerdings trotzdem nicht.
  • Erstellst du komplett KI-generierte Inhalte ohne eigene Prüfung? Kennzeichnen.

Ich habe dir hier das KI-Icon (schwarz ohne Hintergrund) zum Download bereitgestellt. Nutze es gerne für die Kennzeichnung deiner Inhalte, wenn du möchtest.

Fazit

Ab dem 2. August 2026 gilt die Kennzeichnungspflicht unabhängig davon, ob du die EU-Icons nutzt oder eine eigene Kennzeichnung wählst. Wer als Coach mit KI-Beiträgen, KI-Stimmen oder KI-bearbeiteten Bildern arbeitet, sollte sich schon jetzt damit auseinandersetzen.

Eine weitere wichtige Frage ist, ob du die KI-Tools, mit denen du täglich Inhalte erstellst, überhaupt datenschutzkonform nutzt. In meinem kostenlosen Freebie KI im Coaching zeige ich dir, worauf du beim Einsatz von KI-Tools achten musst und du kannst die bekanntesten Tools direkt miteinander vergleichen.

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